Aufnahmetest für das Medizinstudium in Österreich

Wenn du Medizin in Österreich studieren möchtest, besteht nur eine Hürde: der Medizin-Aufnahmetest.
Anders als in Deutschland nehmen hier beispielsweise Abitur-/Maturanoten keinen Einfluss auf das Ergebnis. Lediglich die Resultate des schriftlichen Aufnahmetests zählen. Dieser ist ein Wissens- und Fähigkeitstest. 

Die Aufnahmeprüfungen für Humanmedizin und Zahnmedizin überschneiden sich zum größten Teil, jedoch gibt es einige Unterschiede.

 

Hast du vor Humanmedizin zu studieren, solltest du dich auf die folgenden vier Teile vorbereiten:

1.  Naturwissenschaftlicher Wissenstest/BMS ( 40%)

Der erste Teil ist der BMS (Basiskenntnistest für Medizinische Studien), der Naturwissenschaftliche Wissenstest.
Dieser besteht aus insgesamt 94 Fragen, diese sind wie folgt aufgeteilt:

  • 40 aus dem Bereich Biologie
  • 24 Fragen aus dem Bereich der Chemie
  • 18 Fragen zu Physik
  • 12 Fragen zu Mathematik

Der BMS-Teil des MedAT-H für Humanmedizin macht 40% der Gesamt-Punktezahl aus.

 

2.  Kognitive Fähigkeiten und Fertigkeiten ( 40%)

Die Testung der Kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten macht beim MedAT-H 40% aus.

Bei diesem Untertest musst du Figuren zusammensetzen, dir Allergieausweise merken, das System von bestimmten Zahlenfolgen erkennen können, Buchstaben im Themenbereich „Wortflüssigkeit“ richtig ordnen und bei verschiedenen Aussagen Implikationen erkennen.

 

3.      Sozial-Emotionale Kompetenzen (10%)

Seit einigen Jahren werden auch Fragen aus dem Bereich des Sozial-Emotionalen gestellt. Hier werden die Teilbereiche Emotionen regulieren, Emotionen erkennen und Soziales Entscheiden geprüft.

Für diesen Teilbereich ist es egal, ob du Humanmedizin oder Zahnmedizin studieren möchtest, er macht bei beiden Tests 10% der Gesamtpunktzahl aus. 

 

4.  Textverständnis (10%)

Dieser Untertest macht 10% der Gesamtpunktzahl aus.

Im Textverständnis-Teil musst du dir einen Text durchlesen und anschließend einige Fragen dazu beantworten. Dieser Aufgabenbereich ist u.a. vergleichbar mit Tests für Englisch-Zertifikate oder Teilbereichen der neuen Einheitsmatura in Österreich. 

 

 

Entscheidest du dich für Zahnmedizin, gibt es einige Unterschiede:

  • Die Untertests Textverständnis und Implikationen erkennen kommen nicht vor
  • Die kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten machen zusammen 30% des Gesamtergebnisses aus
  • Die Untertests Draht biegen und Formen spiegeln kommen dazu
  • Die zwei neuen Tests zählen zusammen 20% zum Gesamtergebnis

 

5.  Manuelle Fertigkeiten 

Diese Untertests finden nur beim MedAT-Z statt und sind beim MedAT-H nicht vorhanden.

Um deine manuellen Fertigkeiten im Bereich der Zahnmedizin zu testen, musst du mit einer Zange zwei Drähte biegen und mit einem Stift vorgegebene Formen spiegeln. Beim MedAT-Z macht dies 20% deiner Gesamtpunktzahl aus.

 

Ein Vorbereitungskurs kann dir dabei helfen, dich richtig vorzubereiten. Hier findest du einige, die wir besonders empfehlen können.